Über mich

[Michael Matthiass, 50, Dozent, Autor und Freier Kreativdirektor.
Jung von Matt-Veteran, ADC Mitglied, Seminar-Beirat der Texterschmiede Hamburg, Associate Trainer bei Bridgehouse]


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Geboren 1965 in Hamburg. Sieben Jahre später den zu Recht verschollenen Roman-Erstling begonnen (es ging irgendwie um Raumschiffe und Faser-Kanonen) und seitdem neben vielen, sehr vielen anderen Dingen, immer geschrieben.
Gedichte, Songs, Balladen, Texte, Kurzgeschichten, Langgeschichten, einen Roman, Essays, später dann PR, noch etwas später dann: Werbung. Jede Menge davon. Inklusive Porträts, Interviews, Strategien und noch mehr Songs.
Und dazwischen? Recht erfolgreich Material für einen möglichst wilden Lebenslauf  gesammelt – u.a. (nicht chronologisch sortiert) hiermit:

Auf einem Bio-Bauernhof in der Nordheide gelernt, Kühe mit der Hand zu melken und den Hanomag-Dieselmotor des Traktors Baujahr ´51 jeden Morgen zum Leben zu erwecken.
Das Büro des (damals noch kleinen aber schon feinen) Jazzlabels ACT Music von Siegfried Loch geleitet und grandios daran gescheitert, vor allem an Exportrechnungen nach Japan.
Kirchenmusik an der Musikhochschule in Hamburg studiert und anständig mit Diplom beendet, dabei Klavier vergeigt und die Gesangsprüfungskommission als erster Kandidat ever mit einem Popsong zur Note “sehr gut” gezwungen.
Morgens um sechs im Hafen mit bereits dreiviertel-strammen Kollegen Lastwagen entladen und immerhin drei Wochen durchgehalten.
Brahms Requiem (inkl. der dazu nötigen 140 Musiker) dirigiert. Und Bachs Johannes-Passion, Händels Messias, das Mozart Requiem.

Zwei Semester Deutsch und Philosphie studiert um meine Frau kennen zu lernen. Klappte prompt, u.a. dank gemeinsamer Lesungen von Hölderlins Liebesroman “Hyperion”.
Ach ja, zwei Söhne gezeugt, Apfelbaum gepflanzt und (sehr altes) Haus (fast allein um-) gebaut.
Was man so macht zwischen Zivildienst und “Willst Du die nicht färben?”.

Irgendwann dann: Kreativdirektor  bei Jung von Matt. 
Sechs Jahre auf höchstem Niveau um Etats, Standing, Preise kämpfen und dabei das Geschenk genießen, von begabten Textern und schlauen Kollegen lernen zu können.
Etats gewonnen in Hamburg, Essen, München, Datteln, Karlsruhe, Peking, Düsseldorf, Berlin. ADC-Mitglied geworden. Cannes-Löwen abgeschleppt. Immer Fensterplatz. Immer Sushi. Immer müde. Werberleben.
Vor allem aber: fast mönchisches Training im Niederringen des inneren Texterhundes, im Streben nach der perfekten Formulierung, dem magischen Flow, dem, es gibt kein anderes Wort dafür, Bauchkribbeln.

Und jetzt? Das Gelernte weitergeben. Selber weiter lernen.
Wie funktionieren Geschichten? Was sind Geschichten überhaupt? Und warum können wir ohne sie nicht leben? Mich diesen Rätseln zu nähern, in Keynotes, Workshops, Seminaren, nach Geschichten zu suchen mit Filmstudenten, Agentur-Geschäftsführern, Anwälten, Marketeers, StartUps, TV-Machern, Grundschülern und Strategen, was gibt es Großartigeres?