Wir alle sind Storyteller

Wer im Alltag die Ohren aufsperrt, in der S-Bahn, am Telefon, in der Kneipe und überall sonst, wo wir miteinander sprechen, auf den wartet eine erstaunliche Erkenntnis:

Wir erzählen uns Geschichten. Die ganze Zeit. Überall.

Egal, ob wir über uns sprechen oder über unseren Alltag, über Kleinigkeiten oder das Leben, wir tun es ohne nachzudenken, ohne nachdenken zu müssen in Geschichten.
Zugegeben, nicht alle diese Geschichten sind reif für eine Verfilmung in Hollywood oder geeignet, der nächste Millionenbestseller zu sein, aber jede dieser Geschichten arbeitet mit den gleichen dramaturgischen Tricks und Techniken, die auch Drehbuchschreiber und Romanautoren benutzen.
Das Großartige daran ist, dass man nicht den geringsten Schimmer von Dramaturgie, von Storytelling oder gar der Heldenreise zu haben braucht, um perfekte dramatische Heldenreisen zu erzählen.

Kleine Kostprobe unseres Talentes?
Hier vier Sätze aus vier völlig unterschiedlichen Geschichten, die wir so oder ähnlich alle schon mal gehört und gesagt haben:

„Ich wollte nur noch schnell die Mail rausschicken…“
Der Beginn des Dramas. Wir Zuhörer denken unbewusst „O-oh!“ denn wir wissen, jetzt geht´s los, jetzt geht´s schief, jetzt wird aus Alltag eine unique, spannende Geschichte.

„… aber die Busfahrer haben auch gestreikt, ich also zum Taxenstand, aber der war natürlich leergefegt.“
Die Handlung. Unser Versuch, unser ganz privates Drama zu einem guten Ende zu bringen. Ausgang? Offen.

„… und weißt Du, was er dann zu ihr gesagt hat? Du wirst es nicht glauben!“
Der klassische Cliffhanger. Der Moment, wo sich endlich! entscheidet, wie die Geschichte ausgeht. Der Moment der höchsten Aufmerksamkeit.

„Und dann ist Papa soooooo weit gerutscht. Aber das hat garnicht weh getan!“
Klar: Das Happy End. Einfach, oder?

Intuitiv sind wir also Storyteller.
Aber ganz plötzlich, wenn wir im Job sind, wenn wir alles richtig machen wollen, wenn es um Marken, Strategien, TV-Filme, Texte, Präsentationen, TV-Spots oder Keynotes geht, dann geht der intuitive Strom unserer großartigen Alltagsgeschichten häufig verloren.

Storycoaching ist der geführte Prozess, genau die Geschichte, die wir erzählen wollen, zu finden, wieder zu finden, neu zu erfinden.
Storycoaching basiert auf den grundlegenden Erzähltechniken und dem jahrtausende alten Wissensschatz der großen Geschichtenerzähler und hat doch nur ein Ziel:
Dass wir auch beruflich genau so intuitiv, spannend, mitreißend und lebendig erzählen, wie wir es in der Kneipe tun. Ganz egal, ob es um eine Wissenschaftsendung, eine Rede vor 2000 Menschen oder ein Strategiepapier geht.